TRAUMA

 

Seit Beginn meiner beruflichen Tätigkeit bin ich Menschen begegnet, die Ereignisse mit traumatischen Folgen erlebt haben. Diese Dimension ihrer Problematik und das dadurch verursachte körperliche und psychische Leiden haben mich immer tief berührt, auch wenn ich viele Jahre brauchte, um sie besser zu verstehen und zu begleiten.

 

  

   Trauma ist Teil des Lebens, es muss aber keine lebenslange Strafe sein.

Peter Levine      


 

Gemäss Dr. Peter A. Levine, der in den letzten Jahrzehnten mit dem Somatic Experiencing® eine traumaspezifische Arbeitsmethode entwickelt hat, ist das Trauma die Quelle des vielleicht am meisten vermiedenen, ignorierten, missverstandenen und unbehandelten menschlichen Leidens. 

Einfach ausgedrückt kann ein Trauma als Folge von Ereignissen (Unfälle, verschiedene Missbräuche, Bedrohung, Gefahr, Rassismus, Sturz, Operation,..) definiert werden, bei denen das autonome Nervensystem überfordert war und Flucht- oder Kampfreaktionen erfolglos blieben. Es bleibt nur noch der Totstellreflex -die Person erstarrt und wird blockiert. Es sind die Folgen dieser Blockaden, die das Trauma ausmachen und sich in Form verschiedener Symptome äussern können, von denen einige sichtbar  (körperliche Verletzungen, Angstzustände,..), und andere weniger offensichtlich sind  (Vertrauensverlust, unerklärliche Schmerzen und Ängste, Erschöpfung, Suchtverhalten,..). 

Der entscheidende Punkt ist, dass Trauma im Körper stattfindet. Und dort liegt folglich auch seine Auflösung.

Um mein Wissen über Körperarbeit zu erweitern und vervollständigen, habe ich eine Ausbildung in "Somatic Experiencing®" begonnen, die ich Ende 2023 abschliessen werde.